Das kräftige Erdbeben Dienstagabend südlich von Wien riss viele Menschen plötzlich aus der Feierabendruhe. Was so manchem aufmerksamen Smartphone-User auffiel: Google wusste sofort von dem Erdbeben. Wir klären auf, warum unser Handy Erdbeben vor allen anderen Medien anzeigt.

Sensoren lassen unser Handy Erdbeben erkennen

Dienstagabend, 18:25 Uhr, im westlichen Wien. Wir stehen an der Supermarktkassa. Plötzlich vibriert das Handy in der Hosentasche. Eine Whatsapp Message von der Mama klärt uns über das Neueste auf: „Starkes Erdbeben jetzt gerade!!!“ Reflexartig öffnen wir Google, um das schier Unglaubliche zu entdecken. Die Suchmaschine weiß bereits Sekunden nach dem Ereignis Bescheid. Möglich machen das winzige Beschleunigungssensoren in unseren Smartphones.

Der Seismograf in der Hosentasche

Klingt unglaublich, ist aber so: Der Internetriese nutzt seit wenigen Monaten die Daten der in Android-Handys verbauten Beschleunigungssensoren. Sobald Signale auf Erdstöße hinweisen, landen die Daten samt grober Ortsangabe auf einem Google-Server. Dieser wertet anhand eines Algorithmus aus, ob tatsächlich ein Erdbebenereignis vorliegt. Google bestätigt das auf seinem Corporate Blog: „This means your Android phone can be a mini seismometer, joining millions of other Android phones out there to form the world’s largest earthquake detection network.”

Handy Erdbeben Meldung

Auch Erdbeben der Stärke 4,7 in Neunkirchen erkannt

Wie eindrucksvoll schnell die neue Technik funktionierte, demonstrierte Google bei dem Beben südlich von Wien.  Auf zahlreichen Android-Smartphones passierte genau das, was Google auf seinem Blog beschreibt: „We’ll use this technology to share a fast, accurate view of the impacted area on Google Search.”

Fotos: pixabay, Google

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