Das Beste liegt oft so nah. So verhält es sich auch mit Wiens erstem Bezirk. Denn auf einer Fläche von gerade einmal drei Quadratkilometern reiht sich hier eine Sehenswürdigkeit an die andere. Wir wollen auf jene Attraktionen fokussieren, die zum Verweilen einladen. Deshalb haben wir für dich einen kleinen, etwa zweistündigen Stadtspaziergang zusammengestellt. Somit kannst du die besten Plätze in Wien Innere Stadt „erwandern“. Eine zweite Spazierroute mit weiteren atemberaubenden Plätzen folgt.

Die besten Plätzen in Wien - Stadtplan Route

Los geht’s am Wiener Naschmarkt

Startpunkt unseres Spaziergangs ist die U4 Station „Kettenbrückengasse“. Sie markiert zugleich den Beginn des Naschmarkts, welcher der größte innerstädtische Markt der Stadt ist. Auf einer Fläche in der Dimension dreier Fußfballfelder bieten Gastronomen und Händler Spezialitäten aller Art an. Interessanter Fakt rund um den Wiener Naschmarkt: Unterhalb des Straßenniveaus fließt der Wienfluss.

Naschmarkt Wien

Secessionsgebäude: Der goldene Krautkopf Wiens

An den kleinen Hütten und Pavillons des Wiener Naschmarkts vorbei gelangen wir zur Secession. Diese ist eines der bekanntesten Jugendstilbauwerke Österreichs. Das Ausstellungsgebäude fällt vor allem durch seine goldene Kuppel auf. Denn unzählige vergoldete Blätter aus Bronze zieren das Objekt. Weil die Kuppel einem Krautkopf ähnelt, nennen die Wienerinnen und Wiener das Gebäude liebevoll „Krauthappel“.

Secession Wien

Karlsplatz und Karlskirche

Wenige hundert Meter entfernt lädt der Karlsplatz mit der berühmten Wiener Karlskirche zum Verweilen ein. Ein großer Teich und ein mediterranes Ensemble von mächtigen Palmen machen den Platz vor allem im Sommer zu einem beliebten Treffpunkt. Wenn sich die prächtige Karlskirche dann noch im Wasser spiegelt, ist der urbane Großstadtzauber perfekt.

Die besten Plätze in Wien Karlsplatz

Der Panda vor dem Wiener Musikverein…

Gleich schräg gegenüber der Karlskirche zieht der weltberühmte Wiener Musikverein die Blicke von Touristen auf sich. Denn die meisten Weitgereisten kennen das altehrwürdige Gebäude als Austragungsstätte des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker. Mehr als 50 Millionen Kulturinteressierte aus aller Welt sehen Jahr für Jahr via TV zu. Allerdings bleibt ihnen ein Fun Fact verborgen. Denn vor dem Wiener Musikvereinshaus begrüßt ein besonderer Gast die Passanten. Es handelt sich um eine winzige Saxofon spielende Panda-Statue. Welcher Künstler hinter der gelungenen Street-Art-Aktion steht, ist bis heute unbekannt.

Wiener Musikverein

Vom Russendenkmal zum Steffl

Wir verabschieden uns von unserem bärigen Zeitgenossen und setzen unseren Spaziergang durch die Wiener Innenstadt fort. Nur etwa fünf Minuten später kommen wir am Schwarzenbergplatz an, der von mehreren prunkvollen Palais umschlossen wird. Ein besonderer Blickfang ist der so genannte Hochstrahlbrunnen direkt vor dem Heldendenkmal der Roten Armee. Dieses erinnert an jene russischen Soldaten, die in der Schlacht um Wien gegen Ende des Zweiten Weltkrieges gefallen sind. Als wollte der Hochstrahlbrunnen ein aktives Anti-Kriegs-Statement abgeben, zaubert er an manchen Tagen einen kräftigen Regenbogen über dem Denkmal.

Vom Schwarzenbergplatz geht es weiter Richtung Stephansdom. Doch bevor wir in die engen Gassen des Wiener Stadtzentrums eintauchen, gönnen wir uns noch eine kleine Pause im Stadtpark. Der Kursalon sowie das berühmte Johann-Strauß-Denkmal sind auf jeden Fall einen Schnappschuss wert.

Die besten Plätze in Wien Innere Stadt: Der „Steffl“

Wer die besten Plätze in Wien sucht, kommt um den Stephansplatz nicht herum. Denn kaum ein anderes Wiener Fotomotiv ist so weit gereist und wird auf Social Media so oft geteilt wie der Stephansdom. Wenn du den Blick auf den 136 Meter hohen Südturm etwas länger genießen möchtest, bieten sich zahlreiche Cafés und Lokale in der Umgebung an. Und übrigens: An heißen Sommertagen funktioniert der Steffl besser als jede Klimaanlage. Im Inneren des Gotteshauses ist es nämlich immer schön kühl.

Stephansdom Wien Stephansplatz

Über die Kärntner Straße zur Oper und zum Burggarten

Direkt ums Eck befinden sich zwei der berühmtesten Straßen der Donaumetropole. Sowohl der Graben als auch die Kärntner Straße sind bekannt für ihre exklusiven Läden und wunderschönen Häuserfassaden. Außerdem schlängeln sich nette Cafés und Gastgärten die Einkaufsmeilen entlang. Vorbei an Eisdielen, Stores und Restaurants schlendern wir weiter Richtung Ringstraße. Dort halten wir bei der Staatsoper, welche ebenso architektonische Berühmtheit genießt. Schließlich beherbergt sie den legendären Opernball. Die Oper war aber auch schon Schauplatz vieler Filmdreharbeiten, wie etwa für den Blockbuster „Mission Impossible 5“. Nur einen Steinwurf entfernt liegen die Ziele unserer vorletzten Etappe, nämlich das Albertina Museum und der Burggarten.

Krönender Abschluss: Hofburg und Museen

Die letzte Etappe unseres Spaziergangs führt uns schließlich zum Heldenplatz. Dieser grenzt direkt an die Hofburg an. Diese erstreckt sich in beeindruckender Weise vom Heldenplatz bis zum Michaelerplatz, sowie auf der Ostseite bis zum Burggarten. Die Dimensionen der Hofburg sind gewaltig, deshalb solltest du dir wenn möglich etwas zusätzliche Zeit nehmen. Auf dem Foto siehst du die Neue Burg, also jenen Teil der Wiener Hofburg, der die Österreichische Nationalbibliothek beheimatet.

Hofburg Wien

Die Museen als Fake-Spiegelbilder

Als besonderes bautechnisches Highlight zum Schluss präsentieren sich das Naturhistorische Museum und das Kunsthistorische Museum. Die imposanten Gebäudekomplexe ähneln sich sehr stark. Fast könnte man glauben, sie stünden jeweils vor einem gigantischen Spiegel. Doch das exakt gleiche Aussehen der Museen hat einen tieferen Sinn. Damit soll die Gleichwertigkeit von Kunst und Natur betont werden. Ein schöner philosophischer Gedanke, der unserem kleinen Beitrag über die schönsten Plätze in Wien einen würdigen Abschluss beschert.

Naturhistorisches Museum

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