In Österreich sorgt eine geheime Marktstudie der REWE Group für Aufsehen. Diese stellt die neue Submarke „Billa Plus“ völlig in den Schatten. Denn für die Merkur-Märkte war ein Multi-Marken-Konzept vorgesehen. Jeder der sechs Markennamen schlägt Billa Plus um Längen.

 

Hinter vorgehaltener Hand: Hausverstand spricht!

Die von Journalisten aufgedeckte Umfrage enthüllt schier Unglaubliches. Demnach hätte REWE weit bessere Markennamen für das Rebranding seiner Marktkette Merkur in der Tasche gehabt. Das bestätigt uns hinter vorgehaltener Hand auch der Hausverstand, seines Zeichens langjähriger Branchen-Insider. Er hätte alles anders gemacht, ihn hat der Lebensmittelkonzern aber bereits vor Jahren in Pension geschickt.

Verschiedene Namen für verschiedene Zielgruppen

Eigentlich hätte Merkur zum Erlebnismarkt werden sollen. Jede Zielgruppe hätte ihren Markt bekommen. Die Markennamen lagen bereits in der Konzernzentrale bereit. Die Familien wollte man etwa mit der „BILLA Kunterbunt“ locken. Außerdem schaffte es auch die Jugendmarke „BILLA Killa“ mit dem Claim „Koma Kaufen, Oida!“ in das Konzept. Im noblen Wiener Bezirk Döbling hätte REWE einen Flagshipstore namens „BILLA Villa“ eröffnen sollen. Die PC-Freaks und das Ethno-Segment wollte REWE außerdem mit den Marken „BILLA Gates“ und „BILLA mit Alles“ bedienen. Für das Tiroler Zillertal war eine eigene Regionalmarke geplant. Diese sollte den Namen „BILLA Tal“ tragen.

Knappe Stellungnahme von REWE

REWE Sprecher Jörg Billawa bestätigt uns gegenüber die Existenz des Konzepts. „Es handelt sich um die Schlüsse aus einer ‚rewepräsentativen Unfrage‘ (!) unter jö Bonus Club Mitgliedern“, sagt Billawa knapp. Dass das Konzept eingestampft wurde, erklärt er so: „Es wäre durch die verschiedenen Submarken zu Verwechslungen gekommen.“

REWE: „Werden jetzt nicht mehr für Versicherung gehalten“

Von Verwechslungen kann auch eine REWE-Insiderin ein Lied singen. Die Marketing-Expertin will anonym bleiben, erzählt aber von untragbaren Zuständen in den letzten Jahren: „Kunden der Merkur Versicherung landeten aus Versehen beim Gemüseregal. Und jetzt verwechselt uns auch niemand mehr mit einer Kuranstalt!“ Laut der Insiderin werden somit Ressourcen frei. Schließlich müsse das Supermarktpersonal künftig nicht mehr die Fragen verwirrter Kunden beantworten. „Das Personal setzen wir jetzt bei den Selbstbedienungskassen ein, um den Kunden die Selbstbedienung zu ermöglichen“, sagt die anonyme Informantin.

Ein Hashtag für den Notfall

Die Gefahr einer Verwechslung von BILLA mit der neuen Marke „BILLA Plus“ sieht REWE übrigens nicht. Für den Notfall hat sich die Customer Experience Abteilung bei Billa aber etwas einfallen lassen. Für verirrte und verwirrte Kunden hat man den Hashtag #binbeibilla ins Leben gerufen. Somit kann kein Kunde mehr verloren gehen.

Nachhaltige Wiederverwertung der alten Merkur-Fassaden

Besonderes Augenmerk legt REWE auf den Aspekt des Recyclings. Nach der Demontage der grünen Merkur-Fassade wandert diese Richtung Bosporus. Die türkische Diskontkette „Erkur“ hat angekündigt, einen Großteil der Fassadenteile und Leuchtreklametafeln zu kaufen.

Regierung will restliche grüne Buchstaben kaufen

Bleiben nur noch die grün leuchtenden „M“ von Merkur. Vertraulichen Informationen zufolge hat die österreichische Bundesregierung Interesse bekundet. Die Rede ist von einer um 180 Grad gedrehten Anwendung der Leuchtbuchstaben. Für das Bürodach der Internetplattform „Kaufhaus Österreich“ wird nämlich noch ein leuchtendes „WWW“ in einem türkisähnlichen Farbton gesucht.

Juhu: Unsere Memes im ORF!

Die Billa Plus Montagen von diebesten.at schafften es in die Sendung „Magazin 1“ auf ORF 1. Wir danken für den tollen Bericht und freuen uns einen Haxen aus!

diebesten.at im ORF Billa Plus Magazin 1

Infolinks:

Fotos: REWE Group | Montage: diebesten.at, pixabay | Screenshot ORF: tvthek.orf.at

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